10. KFS-Familienkongress
10. KFS-Familienkongress

Familienkongress: Beziehungsnetz Familie

Viele Menschen träumen von der perfekten und harmonischen Familie und scheitern oft daran. Jede Familie besteht aus Menschen mit Ecken und Kanten. Familie ist ein Beziehungsnetz, das es zu pflegen gilt – nicht nur zwischen den Eltern und Kindern, sondern auch als Paar. Mit lokal und international renommierten Fachleuten organisiert der Katholische Familienverband in Zusammenarbeit mit dem Rittner Bildungszentrum Haus der Familie am Freitag, 8. und Samstag, 9. Oktober 2021 anlässlich seines 55-jährigen Bestehens den zehnten Jubiläums-Familienkongress. Es referieren neben anderen der promovierte Diplom-Psychologe Thomas Fuchs, die Erziehungswissenschaftlerin und Kinderphilosophin Doris Daurer, Autorin und Rednerin Felicitas Richter und die Erziehungs-und Bildungswissenschaftlerin Iris van den Hoeven.

Ziel des Jubiläums-Kongresses ist es, Eltern Sicherheit zu geben, Selbstzweifel abzubauen und den Austausch zwischen Eltern zu fördern, erklärt die Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes Angelika Weichsel Mitterrutzner. Mit einem abwechslungsreichen 2-Tages-Programm soll beim Familienkongress professionelle Unterstützung für ein entspannteres Familienleben angeboten werden.

 

Thomas Fuchs aus Schwäbisch Gmünd ist promovierter Diplom-Psychologe. Er überschreibt sein Referat beim Familienkongress am Ritten mit der Frage „Wie überlebe ich diese Familie?“ und blickt auf Elternglück und kindliche Erziehung. Jegliche Veränderung beginne nicht mit dem Blick aufs Kind, sondern mit dem Blick auf uns Erwachsene, sagt er. Familienglück sei Einstellungssache. „Schluss mit dem Spagat“ betitelt Felicitas Richter ihr Referat. Sie ist Rednerin, Autorin, Coach und kommt zum Familienkongress aus Müncheberg östlich von Berlin auf den Ritten. Wer Beruf, Familie, Kinder, Pflege und Freizeitaktivitäten unter einen Hut bringen möchte, hat es nicht einfach, sagt die Referentin, selbst Mutter von vier Kindern. Der Wunsch, sowohl bei der Arbeit als auch in der Familie das Beste zu geben, zehre an Zeit- und Energiereserven, manchmal bis zur totalen Erschöpfung. Felicitas Richter stellt ein ganzheitliches Konzept vor, das hilft, gut durch turbulente Zeiten zu steuern. Doris Daurer aus Innsbruck ist Erziehungswissenschaftlerin, Kinderphilosophin und zweifache Mutter. Sie beleuchtet beim Kongress den Umgang mit herausfordernden Gefühlen von Kindern. Kinder fühlen sich ausgeschlossen, wenn andere sie nicht mitspielen lassen oder nicht zur Geburtstagsparty einladen. Die Referentin erläutert praxinah, wie nach kinderphilosophischem Vorbild konstruktiv mit herausfordernden Gefühlen umgegangen werden kann.

 

Vom Paar bleiben trotz Eltern-Werdens spricht die österreichische Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin Iris van den Hoeven. Frischgebackene Eltern würden oftmals von der Durchschlagskraft der alltäglichen Herausforderungen überrascht, sagt sie. Nach einer Auseinandersetzung mit den Ansprüchen, die Elternschaft für eine Beziehung mit sich bringen kann und den möglichen Auswirkungen verklärter Mythen, befasst sie sich bei ihrem Vortrag mit der Bedeutung der elterlichen Beziehung für die kindliche Entwicklung.

 

Verschiedene Workshops vertiefen die Themen des zweitägigen Kongresses: So geht Counsellor Professional Astrid Fleischmann der Frage nach, wie man auch in der Familie gut in Beziehung mit sich selbst bleiben kann. Lernberaterin und Evolutionspädagogin Rita Schwingshackl erklärt, dass Beziehung der Schlüssel zum Lernerfolg ist. Theologin und Leiterin des Amtes für Ehe und Familie der Diözese Bozen-Brixen Johanna Brunner weist auf die Wichtigkeit von Ritualen hin, Familienseelsorger und Kommunikationsberater Toni Fiung benennt den Wert der Großeltern-EnkelInnen-Beziehung. Jugendarbeiter, Game- und Experience-Designer Hannes Waldner beleuchtet in einem Workshop für Kinder, wie Beziehungen im digitalen Zeitalter gestaltet werden können.

 

Hier gehts zur Anmeldung. 

Das genaue Programm befindet sie hier