Die Südtiroler Wirtschaftsstruktur mit ihren überwiegend kleinen und mittelgroßen Betrieben, welche zumeist familiär geführt sind, ist traditionell verwurzelt in ein generationenübergreifendes und sozial verantwortliches Denken. Dies ist eine Ressource, die vor allem in Zeiten der zunehmenden Globalisierung von unschätzbarem Wert ist. Vereinzelt sind gute familienfreundliche Ansätze der Wirtschaftstreibenden erkennbar: Die Familien profitieren von familienfreundlichen Unternehmen, die Unternehmen profitieren von Eltern, die bei ihnen arbeiten.

Forderung: Dieses Potenzial, das in Südtirol vorhanden ist, muss unbedingt von der Politik verstärkt aufgegriffen, belohnt und ausgebaut werden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt so nicht nur ein Slogan, sondern wird zum Gemeinwohl aller. Wenn einerseits der Arbeitgeber volle Leistung verlangt und andererseits die Familie nicht zu kurz kommen soll, sind geeignete Teilzeitmodelle und erleichterte Wiedereinstiegsmöglichkeiten unabdingbar und Rentenabsicherung für Erziehungs- und Pflegezeiten notwendig.